Frey & Bührer Hörsysteme GmbH

Technik


Die derzeit am Markt befindlichen modernen Hörsysteme arbeiten nahezu alle mit digitaler Hörgerätetechnik. Aufgrund eines winzigen Computerchips im Hörgerät, der bis zu 20 Millionen Transistoren auf einer Fläche von ca. 2mm x 3mm besitzt, können eine Vielzahl von Einstellungen an das persönliche Hörempfinden des Trägers vorgenommen werden. Das Ziel ist es, eine deutliche und klare Übertragung von Sprache im alltäglichen Leben zu erreichen. Um dies zu ermöglichen sind auf dieser Chipplattform sogenannte Features implementiert, also Funktionen, die den Hörkomfort und das Verstehen auch in schwierigen Hörsituationen verbessern. Nachfolgend möchten wir ihnen die wichtigsten kurz erklären.


Umweltgeräuschunterdrückung

Hörsysteme mit Störgeräuschunterdrückung analysieren permanent das akustische Umfeld in dem sich der Hörgeräteträger befindet. Wird Störlärm erkannt, wird der Frequenzbereich in welchem sich dieses Geräusch befindet,  auf ein leiseres Niveau abgesenkt und gefiltert. Der klangliche Tragekomfort wird dadurch verbessert.

 

Impulsschallunterdrückung

Hörsysteme, die mit einer Impulsschallunterdrückung ausgestattet sind, reduzieren plötzlich auftretende Geräusche z.B. Türknallen oder Geschirrklappern, ohne dass die Klangqualität oder das Sprachverstehen beeinflußt wird. Die Einregelzeiten (d. h. wie schnell diese Reduzierung anspricht) liegen im Millisekundenbereich.

 

Rückkopplungsunterdrückung

Hörsysteme mit Rückkopplungsmanagement minimieren das mögliche Auftreten von Pfeiftönen. Rückkopplungspfeifen entsteht, wenn das Hörgerätemikrofon den eigenen, in das Ohr abgegebenen Schall, wieder aufnimmt und erneut verstärkt. Die Sprachverständlichkeit wird dadurch stark herabgesetzt. Neben einer statischen Rückkopplungskontrolle gibt es auch dynamische Systeme. Diese passen sich an akustische Veränderungen in der Umgebung des Hörsystems an, z. B. durch ihren Telefonhörer oder ihren Mantelkragen. Reine Töne, wie sie z. B. in klassischer Musik enthalten sind, werden von modernen Rückkopplungsunterdrückungssystemen nicht beeinflusst und sauber übertragen.

 

Mehrmikrofon/Richtmikrofontechnik

Einfache Hörsysteme ohne Richtmikrofontechnik nehmen den Schall immer aus allen Richtungen auf. Dies führt in geräuschvollen Situationen dazu, das die Stimme des  Gesprächspartners von den rückwätigen Geräuschen überdeckt wird. Hörsysteme, die mit Mehrmikrofontechnik ausgestattet sind, bieten dem Hörgeräteträger ein deutlich besseres Verstehen in geräuschvoller Umgebung indem sie die Schallaufnahmerichtung der Mikrofone an die Situation anpassen.
Je nach Hörgerätemodell arbeiten die Systeme mit unterschiedlichen Ausstattungsvarianten. Bei einfacheren Ausführungen kann der Hörgeräteträger zwischen omnidirektionaler Aufnahme (Kugelaufnahme, Hören von allen Seiten) oder fix nach vorn ausgerichteter Schallaufnahme wählen. Komplexere Geräte mit Mehrmikrofontechnologie steuern dies automatisch und auch stufenlos. Eine weiterentwickelte und somit technisch anspruchsvollere Variante berücksichtigt auch lautstärkeabhängige Störgeräusche. Der Vorteil einer Mehrmikrontechnik liegt darin, dass weniger störender Lärm, der sich im Rücken des Hörgeräteträgers abspielt ( beispielsweise in einem Restaurant), das Gespräch mit dem Gegenüber beinträchtigt. Ist dann die Richtaufnahme aktiviert, so kann der Hörgeräteträger sich besser auf das Gespräch mit der einzelnen Person konzentrieren. Hier sprechen wir von  einem verbesserten Signal-Störlärm-Abstand (SNR).

Wir führen eine breite Markenvielfalt, um Ihnen eine optimale Beratung und Empfehlung aussprechen zu können. Hier eine Auswahl an Hörsystem- und Zubehörherstellern: